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Sonstige Artikel

Tierschutz

Posted by Administrator (admin) on Aug 19 2009
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Die Gsiberger
Im Sohl 1
6845 Hohenems
www.gsiberger.eu
0664-3402010

Sehr geehrter Herr Dr. Freitag!

1. Wie stehen Sie zur Einbeziehung von tiergerechten Lösungen im öffentlichen Bau und im sozialen Wohnbau?

Hier ist es notwendig, schon bei der Planung in Zusammenarbeit mit dem Tierschutzverein die räumlichen Voraussetzungen für eine artgerechte Tierhaltung zu schaffen.

2. Welche Aufgaben sehen Sie in Verantwortung des Landes sowohl finanziell als auch personell?

Das Tierschutzgesetz wurde ja bekanntlich bundesweit neu geregelt. Jedoch steht das Land in der Pflicht, sowohl personell, als auch finanziell für eine Absicherung der notwendigen Tierpflege zu sorgen. Wir können uns vorstellen, dass ein entsprechendes Fördergesetz implementiert wird.

3. Welchen Vorschlag haben Sie zur Vergütung der Tierschutzarbeit in den Gemeinden?

Für uns ist es nicht nachvollziehbar, dass die Gemeinden zwar eine Hundesteuer einnimmt, diese jedoch nicht eins zu eins der Tierschutzarbeit zukommen lässt. Wir können uns eine Vergütung so vorstellen, dass dieses Engagement mit Sozialversicherung und Pensionsversicherung honoriert wird. Tätigkeiten, welche über das übliche Ausmass (hier müsste noch eine analoge Stundenanzahl festgelegt werden) hinausgehen, sollten mit einem zu vereinbarenden Stundensatz bezahlt werden.

4. Was halten Sie von einem Führerschein für die Haustierhaltung?

Hier ist es längst an der Zeit zu handeln. Eine Qualifikation soll die Haltung eines Tieres voraussetzen.

5. Sind Sie für Transparenz des Aufkommens der Hundesteuer und deren Verwendung?

Wir sind hier für unbedingte Transparenz und Kontrolle. Wie schon vorher betont, soll über die Verwendung dieser Steuer im Einvernehmen mit dem örtlichen Tierschutzverein beraten und entschieden werden.

6. Sollen Erbschaften an das Tierheim für die Standardunterbringung der Tiere, oder für eigene Projekte verwendet werden?

Für die Weiterentwicklung des Tierschutzes - also Projekte - können wir uns die Verwendung von Erbschaften vorstellen. Die Aufrechterhaltung für den laufenden Betrieb soll jedoch u.a. über Zuwendungen öffentlicher Mittel abgesichert werden. Also Erbschaften für neue Projekte!

7. Sollte die Katzenkastration auf alle Katzen ausgedehnt werden - auch Bauernhöfe?

Ja!

8. Welche Lösung sehen Sie für den Gnadenhof im Bregenzerwald?

Wir sehen nur eine Lösung darin, dass das Land und der Gemeindeverband sich beraten und gemeinsam ein Areal zur Verfügung stellt.

9. Welche Position beziehen Sie zur Kormoranproblematik?

Wir sind gegen die Bejagung der Kormorane. Auch das immer wieder diskutierte Fischersterben ist kein Argument, da dieses sich auch ohne Kormorane fortsetzt.

10. Wie sehen Sie die Ansiedlung von Luchs, Biber und Bär in unserer Region?

Wir sehen diese Problematik zwiespältig. Einerseits schränkt die fortschreitende Besiedelung den Lebensraum dieser Tiere immer mehr ein. Andererseits ist es eine möglichst diversifizierte Tierwelt in unserer Heimat eine Bereicherung.

11. Wie sehen Sie die langen Schlachviehtransporte mit Lebendtieren? Welche Massnahmen würden Sie setzen?

Schlachviehtransporte mit Lebendtieren gehören verboten. Es widerspricht der Würde der Tiere und und ist eine qualvolle Prozedur. Wir sind keine ExpertInnen auf diesem Gebiet, jedoch können wir uns einen Schulterschluss mit den Tierschutzorganisationen vorstellen, damit Schlachtviehtransporte mit Lebendtieren gesetzlich verboten werden. Mit einer Ausnahme: Bis zum nächstgelegenen Schlachthof.

12. und 13. Wo würden Sie einen Tierfriedhof und ein Tierkrematorium errichten?

Aus unserer Sicht gehören der Tierfriedhof und das Tierkrematorium zusammengelegt. Der Standort gehört dorthin, wo der grösste Bedarf ist. Dies wird wahrscheinlich Dornbirn sein. Dies ist jedoch nur eine Annahme.

14. Welche Visionen haben Sie hinsichtlich des Tierschutzes und sind Sie gewillt in der kommenden Legislaturperjode umzusetzen?
Aus der Beantwortung der Fragen ergibt sich bereits ein Aufgabenkatalog für unsere Aktivitäten. Uns ist es wichtig, die Tierschutzorganisationen in unsere Arbeit miteinzubeziehen. Denn gerade diese aktiven und engagierten Menschen bilden das Rückgrad bzw. die Basis unserer politischen Arbeit. Wir wollen keine "von oben" verordnete BeraterInnen, sondern Menschen, welche mit ihrer Betroffenenkompetenz zur realen Lösungen beitragen.

Ohne pathetisch zu wirken bedanken wir uns für Ihr tägliches Engagement für den Tierschutz. Wir würden uns über eine Partnerschaft freuen.

mit freundlichen Grüßen:
Bernhard Amann

 

Last changed: Sep 16 2009 at 2:16 PM

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