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Gegen Sozialabbau und Kaufkraftverlust !

Die Gsiberger
veröffentlicht von Administrator (admin) am Aug 24 2009
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Vorwahlzeiten haben immer etwas Anrüchiges an sich. Denn da wimmelt es nur so von allen Seiten von Wahlversprechen und Wahlzuckerl.  Viele Politiker haben einen wirklichkeitsfremden Alltag, aber in Vorwahlzeiten  zeigen sie plötzlich menschliche Züge, schütteln Hände und sprechen mit vielen, an welchen sie ansonsten in der Dienstlimousine vorbeifahren. Und eine Personengruppe, immerhin rund 2 Millionen Menschen in ganz Österreich, wird besonders umworben, das sind die Pensionistinnen und Pensionisten. Was jedoch nach der Wahl kommt, ist ein anderes Kapitel.

Da wird die ältere Generation, also jene Männer und Frauen, die dieses Land wieder aufgebaut und zu einem der reichsten Länder Europas gemacht haben als raffgierig, unersättlich und heute auf Kosten kommender Generationen lebend diskriminiert. Ängste werden geschürt, dass es für die Jungen in 20 bis 25 Jahren kein Geld mehr für die Auszahlung der Pensionen geben würde, und das alte Spiel der Mächtigen wird weitergeführt, Männer gegen Frauen, Arbeiter gegen Angestellte, beide Personengruppen gegen öffentlich Bedienstete und Junge gegen Alte auszuspielen. Daran hat die schwarz-blaue Bundesregierung mit ihrer auf Sozialabbau ausgerichteten Pensionsreform von 2004 maßgeblichen Anteil, und auch die großkoalitionäre Regierung Pröll / Faymann hat kaum etwas im positiven Sinne verändert. Denn gerade jetzt, wo die Verhandlungen für die Erhöhung der Pensionen 2010 anstehen, bietet die Bundesregierung magere 1,5 Prozent, was in etwa der Inflationsrate vom Juli 2008 bis 2009 entspricht. Tatsächlich benötigen Pensionisten einen Großteil ihrer Pension für Miete, Heizung, Ernährung und Gesundheit und gerade diese Ausgaben sind im letzten Jahr um mehr als 1,5 Prozent gestiegen (Pensionistenpreisindex). Darüber hinaus würde eine Erhöhung um 1,5 Prozent natürlich brutto ausfallen, während die Inflation mit 1,5 Prozent sich netto versteht. So wie in den vergangenen Jahren wäre damit auch für 2010 ein weiterer Kaufkraftverlust der Senioren vorprogrammiert.

Seit einigen Jahren gibt es den Österreichischen Seniorenrat, in dem der ÖVP -Seniorenbund, der SP - Pensionistenverband, der FP - Seniorenring und der überparteiliche Zentralverband der Pensionisten vertreten sind. Gemeinsame Forderung aller vier Organisationen ist es, dass die Pensionistinnen und Pensionisten keinesfalls die Verlierer der vergangenen Krisenmonate sein dürfen, dass es keine weiteren Verschlechterungen und Leistungskürzungen im Gesundheitswesen geben darf und mindestens 1,9 Prozent Pensionserhöhung für 2010 herauskommen müssen. Denn es wäre unerträglich, wenn von der Regierung Milliarden für die Sanierung der Banken zugesagt werden und rund 125 Millionen Euro für eine maßvolle Erhöhung der Pensionen nicht zur Verfügung stünden. Geld ist in unserem Land genug vorhanden. Die Frage ist nur, wie es verteilt wird.

Das wäre es für heute, aber wir werden uns auch in Zukunft zu Wort melden, wenn es darum geht, die Rechte der älteren und der jüngeren Generation konsequent zu vertreten.

zuletzt geändert: Sep 16 2009 am 2:04 PM

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