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veröffentlicht von Administrator (admin) am Jul 05 2009
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Migration!

Wir engagieren uns für eine gleichberechtigte und soziokulturell diversifizierte Gesellschaft. Ziel ist die Herstellung von gleichen gesellschaftlichen Bedingungen für diskriminierte, marginalisierte, und ausgegrenzte Gruppen und Personen. Gerade Österreich kommt hier aufgrund der Vergangenheit eine besondere Verantwortung zu.

Eine demokratische Kultur muss sich allen Kontinuitäten von Rassismus und Menschenverachtung widersetzen. Rassismus in der Gesellschaft kann nicht abseits von Diskriminierung gesehen werden. Diskriminierung bedeutet in politischer Hinsicht Ausschluss von bestimmten Rechten, in sozialer Hinsicht die Erfahrung von Vorurteilen und Ausgrenzungen.

Davon betroffen sind Menschen, die aufgrund ihrer ethnischen, sozialen oder religiösen Zugehörigkeit, oder ihrer sexuellen Orientierung Diskriminierung erfahren. Dazu gehören unter anderem die gesetzlich anerkannten Volksgruppen, Menschen mit einem Handicap, Migrantinnen und Migranten, Flüchtlinge, Frauen, Homosexuelle und Transgender.

Rassismus äußert sich in historisch gewachsenen Strukturen der Ungleichheit. Ihnen liegt das Interesse zugrunde, in Abgrenzung gegenüber explizit rassistisch definierten Merkmalen (z.B. aufgrund der Herkunft, Hautfarbe, Religion) eine kulturelle und ökonomische Vorherrschaft zu rechtfertigen und durchzusetzen.

Am deutlichsten wird dieses System der Ungleichheit in der so genannten Globalisierung. Die weltweite neoliberale Wirtschaftsmacht hat eine Polarisierung bewirkt, die immer größere Teile der Menschen betrifft.

Einerseits wird die freie Zirkulation des Kapitals, der Güter, des Konsums und der produktiven Prozesse weltweit gefördert, die Mobilität der Arbeitskräfte und die freie Zirkulation der Menschen sind jedoch massiven Einschränkungen ausgesetzt, sobald Armut und/oder Diskriminierung den Ausschlag dafür geben.

Vor diesem Hintergrund globaler Entwicklungen unterscheidet sich der Politische Antirassismus dezidiert von Konzepten eines psychologisierenden, moralisierenden und individualisierenden Antirassismus, die das Phänomen Rassismus anhand von Einzelursachen und der Verantwortung meist sozial benachteiligter Schichten zu erklären versuchen.

Rassismus muss als konstituierendes Kennzeichen eines gesellschaftlichen Systems der Ausgrenzung und Diskriminierung bekämpft werden. Nicht der Dialog mit den vorherrschenden Kräften steht dabei im Vordergrund, sondern ein selbstbestimmter Empowerment-Prozess von politisch handelnden Subjekten, die nicht als Opfer gesehen werden wollen.

Wir wollen:

- die Einrichtung einer WohnbürgerInnenschaft

- allgemeines freies und gleiches Wahlrecht für Alle

- die Erweiterung des verfassungsrechtlichen Gleichheitsgebotes auf alle Menschen, die in Österreich leben

- Zugang zu Förderungen für alle in Österreich wohnhaften Menschen, unabhängig ihrer Staatsbürgerschaft

- Paritätische Besetzung in zivilgesellschaftlich und politisch relevanten Gremien für benachteilten Bevölkerungsgruppen, Migrantinnen und Migranten, sowie der ethnischen Minoritäten

- Beseitigung von Zusatzbarrieren

zuletzt geändert: Aug 17 2009 am 3:35 PM

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